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Berg ArtikelDieser Artikel handelt von der topografischen Erhebung. Für andere Bedeutungen des Wortes Berg siehe Berg (Begriffsklärung).
Ein Berg ist eine Erhebung in dem Gelände und in dem Gegensatz zu einem Hügel meist höher oder steiler. Berge können spitz, schroff, blockartig, (un)symmetrisch oder als Tafelberg auch flach sein. Sie können frei in der Landschaft stehen (wie z.B. Israels Berg Tabor), sind jedoch meist Teil eines Gebirges.
Piz Badile in dem schweizerischen Bergell
Buch-Tipp: Am seidenen Faden. K2 und andere Grenzerfahrungen Hoch hinaus Hans Kammerlander beschreibt in diesem Buch seinen Kampf um den K2. Mehrfach versuchte er die Besteigung, mehrfach gab es Abbrüche, Rückschläge, Pech. Am Ende des Buches ist er natürlich ganz oben.
Die Beschreibung seiner Vorbereitungen wird garniert mit Rückblicken und allgemeinen Gedanken über das Bergsteigen.
Interessant... Relatives, Mythisches und Absolutes | |
Was dabei als "hoch" angesehen wird, ist immer relativ zur umgebenden Landschaft. So würden die Dammer Berge in Niedersachsen (115 - 146 m) in der Schweiz ca. als Hügel gelten, wofür man hier oder in Österreich die Grenze bei etwa 300 m ansetzt. Der Himmelsbjerget (Himmelsberg) als höchster Berg Dänemarks misst gerade einmal 170m, und der Wilseder Berg überragt mit 169m nicht ca. die Lüneburger Heide, sondern halb Norddeutschland in dem Umkreis von 100 Kilometer. Die Schroffheit von Bergen ist hingegen der Grund dafür, dass man bei Müllbergen nicht von Müllhügeln spricht, was der Höhe nach angemessener wäre.
Um viele markante Berge ranken sich Sagen und Mythen, in denen dem Berg selbst eine Persönlichkeit zugeschrieben wird. Seit dem 19. Jahrhundert wurden Berge als "Sportgeräte" für den Alpinismus entdeckt, in dem Laufe des 20. Jahrhunderts entstand parallel zu dem traditionellen Bergsteigen das Extremklettern. Auch andere alpine Sportarten fanden zahlreiche Anhänger, etwa Skifahren, Snowboarden oder Skitouren.
Berge stehen für Beständigkeit und Unveränderlichkeit und finden in diesem Sinne in vielen Sprichworten Erwähnung: "Wenn der Berg nicht zu dem Prophet kommt, muss der Prophet zu dem Berg gehen". Viele Menschen fühlen sich am Berg "dem Himmel näher", und dieses Erlebnis ist Anregung zu Nachdenken oder Gebet. Als "Leiter zu Gott" tragen daher viele niedrige bis mittelhohe Berge eine Kapellen oder Gedenkstätte. In den Hochgebirgen Europas und Amerikas tragen sie meist ein Gipfelkreuz.
Auch manch kleiner Berg hat Vermessungspunkt und "Pyramide"
Viele Berge sind wegen ihres Rundblicks bekannt oder beliebt, und wenn dieser durch Wald behindert ist, errichtet man eine Aussichtswarte. Für Geodäten ist natürlich ein Vermessungspunkt nahe beim Gipfel unerlässlich.
Buch-Tipp: Auf den Gipfeln der Welt. Die Eiger-Nordwand und andere Träume. Schöne Übersicht, klasse Schreibstil Wer jemals darüber nachdenkt einen Berg zu besteigen, der sollte dieses Buch lesen und sich nachher entscheiden zwischen a) ich mach's trotzdem oder b) nein, lieber doch nicht. Wer sich für a) entschieden hat, sollte dann allerdings schleunigst zu detaillierter Fachliteratur greifen, denn zu diesem Genre gehört... |
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Berge sind in der Regel eine Folge der Plattentektonik der Erde. Bewegen sich zwei Platten der Erdkruste gegeneinander, so wird an der "Knautschzone" häufig ein Gebirgszug aufgeschoben. Deren Berge zeichnen sich durch schroffe Gestalt und große Höhe aus. Herausragende Beispiele sind die Berge des Himalaya und der Anden, aber auch von Alpen, Balkan oder Zagros.
Mit zunehmendem geologischen Alter trägt die Erosion dazu bei, dass die Formen milder werden und die Gebirge niedriger. Beispiele dazu bieten die deutschen Mittelgebirge.
Mancher Steilhang in dem Hochgebirge macht sichtbar, dass Stein durchaus verformbar ist: es gibt Gebirgs-Falten in dem Ausmaß hunderter Meter, und Schichten, die wie ein Stapel Papier verbogen sind. Fast jedes Gestein gibt nach, wenn die jährliche Bewegung ca. einige mm ausmacht. Auf raschere Kräfte reagiert es spröde - vergleichbar dem Siegellack - und bricht.
Häufig bringt die Tektonik oder Erosion die verschiedenen Gesteinsarten, aus denen viele Berge bestehen, ans Tageslicht, was z.B. in dem Steinbruch interessante Einsichten (und sogar Fossilien) bringen kann. Auch Erze und Bergwerke sind ein Zeichen dieser Vielfalt. Häufig wurden in dem Laufe der Erdgeschichte an ältere Berge auch Sandsteinschichten oder Korallenriffe angelagert (Jura, Dachstein, Leithagebirge , Westerwald).
Im Bereich von Subduktionszonen, wo sich eine Platte der Erde unter eine andere schiebt, wird die untere aufgeschmolzen. Die heiße Schmelze ist leichter als ihre Umgebung und dringt nach oben. Die ist eine Ursache des Vulkanismus, der ebenfalls für das Entstehen vieler Berge verantwortlich ist.
Eine in polnahen Gebieten vorkommende Gebirgsbildung ist die der Reliefumkehr: eine Mulde wird von Gletschern mit Geröll aufgefüllt, wobei der Untergrund durch das Gewicht des Eises unter Druck steht. Ziehen sich die Gletscher zurück, entspannt sich der Untergrund, und die Geröllfüllung kann teilweise über die Höhe der Umgebung empor gehoben werden. So entstandene Erhebungen sind zu dem Beispiel am Münsterländer Kiessandzug zu beobachten. Häufiger ist hingegen zu beobachten, dass ältere Bergschichten durch ihre größere Härte stehenbleiben, während jüngere schneller verwittern.
Buch-Tipp: Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen. Skiführer Appetizer und Skiführer in einem Appetizer und Skiführer in einemDass "Rother Wander- und Skiführer" in jeden Rucksack gehören, weiß mittlerweile jeder Bergsteiger. Dass sie aber ebenso nützlich wie appetitanregend sein können, ist neu. Sepp Brandl hat in seinem neuen Skiführer eine ausgezeichnete Mischung aus gaumenfreudiger Gebietsvorstellung,... |
"Schwimmende" Gebirge und Schwerkraft | |
"Junge" Gebirge schwimmen quasi auf dem Erdmantel, weil die Dichte ihrer Gesteine (etwa 2.5 bis 3 g/cm³) kleiner ist als in dem basaltähnlichen Untergrund (Dichte rund 3.3 g/cm³). Dadurch könnte man Bergregionen mit schwimmenden Eisbergen vergleichen, doch ist ihr "Schwimmgleichgewicht" ca. zu 90-95 Prozent gegeben (Isostasie). Sie verdrängen beim Eintauchen dichtere Gesteine, wodurch Schwereanomalien entstehen. Diese Anomalien kann man mit Methoden der Geophysik und Geodäsie behandeln und so das Erdinnere erforschen.
"Ältere" Berg-Ketten sind dagegen schon mehr abgetragen und in der Folge etwas eingesunken, wodurch sie sich mit der Umgebung zu fast 100 Prozent in dem hydrostatischen Gleichgewicht befinden. Messungen des Erdschwerefeldes zeigem hier keinen größeren Effekt mehr.
Aktive oder ehemalige feuerspeiende Berge bezeichnet man Vulkane.
Siehe auch:
- Liste der Berge, Gebirgszug, Gebirgsbildung, Gora, Hochgebirge,
- Bergell, Bergfried, Kalvarienberg, Karling, Seven Summits
- Zweitausender, Dreitausender, Viertausender, Achttausender
Buch-Tipp: Berge des Wahnsinns. Eine Horrorgeschichte Hat seinen Status zurecht. . . Hab mich nun endlich mal einem der großen Altmeister der Horror-Literatur angenommen, die Rede ist von Howard Phillips Lovecraft. Und das von mir zu rezensierende Werk ist Berge des Wahnsinns(At the Mountains of Madness), eine Horror-Geschichte in der sich alles um den von ihm erfundenen Cthulhu-Mythos dreht. Grob... |
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